Am Mittwoch ließen wir den Tag ganz entspannt angehen und genossen von unserem Stellplatz auf dem Campingplatz den tollen Blick aufs Meer. Der „Strand“ direkt unten bestand allerdings eher aus großen Steinen, wodurch man dort weder gut liegen noch wirklich schön baden konnte. Eigentlich hatten wir den Platz bis Freitag gebucht, entschieden uns dann aber spontan, schon einen Tag früher weiterzufahren.
Am Abend spielten wir draußen noch eine Runde Skip-Bo mit einem Glas Wein in der Hand und beobachteten dabei den Sonnenuntergang. Danach kochten wir noch etwas und ließen den Tag ruhig ausklingen.
Gestern ging es dann früh los Richtung Fähre, denn wir wollten Sizilien verlassen. Kurzzeitig hatten wir Sorge, keinen Platz mehr zu bekommen, weil sich bereits viele Autos angestaut hatten – am Ende schafften wir es aber doch noch auf die Fähre. Nach etwa 20 Minuten Überfahrt waren wir wieder auf dem Festland.
Von dort fuhren wir etwa zwei Stunden weiter nach Tropea – an denselben Ort, an dem wir schon zwei Wochen zuvor gewesen waren. Diesmal hatten wir uns dort einen Campingplatz ausgesucht. Nach dem schnellen Einchecken packten wir direkt unsere Sachen und liefen zum Hafen, denn wir hatten für den Nachmittag eine Tour zur Vulkaninsel Stromboli gebucht.
Nach etwa 1 Stunde und 40 Minuten Fahrt auf dem obersten Deck – inklusive ordentlich Wind – erreichten wir die Insel. Dort hatten wir zunächst etwa vier Stunden Aufenthalt. Erst liefen wir etwas planlos herum, bis wir die kleine Hauptstraße mit Restaurants fanden. Mit Blick auf Meer und Vulkan teilten wir uns dort eine Pasta Siciliana und eine Pizza Buffalina – beides richtig lecker.
Danach schlenderten wir weiter durch die süßen kleinen Gassen mit Blumen und unglaublich vielen Katzen. Schließlich landeten wir am schwarzen Strand, legten uns in den warmen Sand und ließen die Drohne steigen – allerdings konnten wir wegen der vielen Helikopter nicht allzu hoch fliegen.
Später ging es zurück aufs Boot – und dann kam das eigentliche Highlight: die sogenannte Feuerstraße des Stromboli. Wieder ergatterten wir einen Platz oben auf dem Deck und fuhren etwa 30 Minuten entlang der Insel, um die Lavaeruptionen zu beobachten. Auf dem Weg dahin sahen wir wieder einen tollen Sonnenuntergang, wo die Sonne direkt im Meer unterging.
Schon bei der Ankunft wurden wir direkt mit einem kleinen Ausbruch begrüßt. In der Abenddämmerung sah die glühende Lava unglaublich beeindruckend aus und aus allen Richtungen hörte man begeisterte „Woah“-Rufe. Zwar waren die Ausbrüche eher klein und etwas weiter entfernt, trotzdem konnten wir in dieser Zeit mehrere Explosionen beobachten. Gegen Ende entstand sogar ein zweiter Ausbruchspunkt und man sah teilweise, wie Lavabrocken die Insel hinunterrollten.
Auf dem Rückweg passierte dann etwas Typisches: Fast alle hatten ihre Handys schon weggepackt, weil die Tour eigentlich vorbei war – und genau in diesem Moment kam der größte Ausbruch des ganzen Abends. Natürlich hatte ihn kaum jemand gefilmt, aber dafür konnten wir ihn alle live erleben.
Nach weiteren 1 Stunde und 40 Minuten kamen wir zurück in Tropea. Dort holten wir uns noch einen Aperol und setzten uns an den Strand. Neben dem Meeresrauschen hörte man allerdings auch laute Musik aus mehreren Open-Air-Clubs in der Umgebung – sogar später im Camper war sie noch deutlich zu hören, sowie auch das Feuerwerk um Mitternacht.
Heute stand dann ein klassischer Strandtag in Tropea an – diesmal ein paar Meter weiter an dem Strand, an dem wir schon vor zwei Wochen gewesen waren. Wir gingen mehrfach im unglaublich türkisfarbenen Wasser schwimmen. Besonders schön war, dass das Wasser schon direkt am Ufer tief wurde und die größeren Wellen richtig Spaß machten.
Mittags gingen wir erneut in dasselbe Restaurant direkt am Strand. Diesmal bestellte ich Pasta mit den typischen roten Zwiebeln aus Tropea und war absolut begeistert. Dazu gönnten wir uns ein Glas Wein, später noch Dessert und Kaffee.
Anschließend verbrachten wir den restlichen Nachmittag wieder am Strand und im Meer, bevor wir am frühen Abend auscheckten und noch etwa drei Stunden weiter Richtung Norden fuhren.



























