Am Samstag starteten wir nach einem entspannten Frühstück zu unserem nächsten Ausflug. Diesmal ging es etwa eineinhalb Stunden mit dem Auto Richtung Gibraltar.
Noch auf der spanischen Seite stellten wir unser Auto auf einem großen Parkplatz ab und überquerten die Grenze zu Fuß. Direkt dahinter wartete schon die erste Besonderheit auf uns: Der Fußweg in Richtung Innenstadt führte tatsächlich quer über die Landebahn des Flughafens! Das war schon ziemlich witzig und definitiv kein alltäglicher Spaziergang.
Nach ungefähr einer halben Stunde erreichten wir die Innenstadt. Eigentlich wollten wir von dort mit der Seilbahn auf den berühmten Felsen fahren. Allerdings hatten wir bereits vorher herausgefunden, dass diese wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb war. Stattdessen sollte es vom Marktplatz aus einen Shuttlebus geben.
Bis wir diesen Marktplatz überhaupt gefunden hatten, dauerte es allerdings eine Weile. Und als wir schließlich ankamen, war der Shuttle kaum zu übersehen – beziehungsweise vor allem die unglaublich lange Schlange davor. Da der Bus auch noch ziemlich klein war, standen wir am Ende etwas mehr als eine Stunde an, bevor es endlich losging.
Leider brachte uns der Shuttle auch nicht so weit nach oben, wie es die Seilbahn getan hätte. Also hieß es anschließend erstmal: weiter bergauf laufen!
Unser erstes Ziel waren die Höhlen. Schon auf dem Weg dorthin begegneten uns die ersten berühmten Gibraltar-Affen. Und wir bekamen direkt mit, warum man vor ihnen besser seine Sachen in Sicherheit bringen sollte.
Vor uns lief nämlich eine Frau mit einer Banane in der Hand. Plötzlich sprang ein Affe von einem Baum herunter, schnappte sich die Banane direkt aus ihrer Hand und verschwand damit. Das ging so schnell, dass man kaum reagieren konnte!
Die Höhlen selbst waren wirklich spektakulär. Die riesigen Felsformationen wurden mit einer beeindruckenden Lichtshow angestrahlt, was das Ganze noch einmal besonders machte. Allerdings konnte man an einigen Stellen auch deutlich erkennen, dass die Höhlen durch die vielen Eingriffe und Besucher bereits ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
Nach der Besichtigung trennten sich unsere Wege kurz. Meine Mama wollte nicht noch weiter hinauf, während wir anderen uns auf den Weg zum Skywalk machten.
Der Name klang allerdings etwas spektakulärer, als es am Ende tatsächlich war. Statt eines richtigen Skywalks erwartete uns eher eine Aussichtsplattform mit ein paar Glaselementen. Die Aussicht war trotzdem schön!
Fast noch unterhaltsamer waren allerdings wieder die Affen.
Direkt an der Treppe zum Skywalk saß einer auf dem Geländer. Plötzlich hörten wir einen spitzen Schrei und sahen, dass der Affe eine Frau am Rock festhielt und gleichzeitig in ihrer Tasche herumkramte. Er ließ auch nicht locker, bis er schließlich gefunden hatte, wonach er suchte: Kekse!
Auch bei anderen Besuchern konnten wir einige ziemlich fragwürdige Begegnungen beobachten. Ein Mann versuchte beispielsweise, einem Affen über den Kopf zu streicheln. Der fand das überhaupt nicht lustig und fauchte ihn direkt an. Eine andere Frau stupste einen Affen sogar mit einer leeren Plastikflasche an, woraufhin dieser sich sofort aufrichtete und deutlich zeigte, dass ihm das nicht gefiel.
Manchmal konnte man wirklich nur den Kopf schütteln, wie manche Menschen mit den Tieren umgingen.
Vom Skywalk liefen wir weiter zu einem anderen Aussichtspunkt, an dem uns erneut jede Menge Affen begegneten. Anschließend ging es über eine ziemlich lange Treppe wieder bergab.
Unser nächstes Ziel war eine Hängebrücke. Die war allerdings deutlich weniger spektakulär als erhofft, sodass sich der zusätzliche Umweg für uns nicht wirklich gelohnt hatte.
Danach machten wir uns zu Fuß auf den Rückweg in die Innenstadt, wo wir uns wieder mit meiner Mama trafen. Nach all den Treppen und Höhenmetern hatten wir uns erstmal etwas zu essen verdient.
Passend zu Gibraltar gab es für Jonas und meinen Papa ganz klassisch britische Fish and Chips.
Anschließend ging es zurück zum Auto und wieder Richtung unserer Unterkunft. Unterwegs legten wir allerdings noch einen Zwischenstopp in Marbella ein und spazierten dort gemütlich an der Strandpromenade entlang.
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Entspannung. Nach den vielen Kilometern vom Vortag hatten wir uns einen ausgiebigen Strandtag auch wirklich verdient. Also genossen wir einfach die Sonne, das Meer und das schöne Wetter.
Am Abend fuhren wir in ein nahe gelegenes Städtchen und suchten uns eine gemütliche Weinbar zum Essen. Dort war nicht nur das Essen unglaublich lecker, sondern auch der Wein richtig gut. Ein rundum gelungener Abend!
Am Montagmorgen standen Jonas und ich noch einmal früh auf, um den Sonnenaufgang am Strand zu genießen. Wir machten einen kleinen Spaziergang direkt am Wasser und starteten so ganz entspannt in den Tag.
Danach hieß es allerdings erstmal wieder arbeiten. Immerhin konnten wir unsere Mittagspause natürlich wieder am Strand verbringen. So lässt sich ein Arbeitstag definitiv besser aushalten!
Nach Feierabend machten wir uns auf den Weg nach Málaga. Dort schauten wir uns zunächst die Burg an und schlenderten anschließend noch ein wenig durch die schönen Gassen der Altstadt.
Zum Sonnenuntergang suchten wir uns eine Rooftopbar, von der aus wir den Abend mit einem tollen Ausblick genießen konnten.
Für das Abendessen hatten wir uns bereits einen Tapasladen ausgesucht. Allerdings war an diesem Tag ein spanischer Feiertag und uns war schon vorher klar, dass es wahrscheinlich ziemlich voll werden würde.
Und genauso kam es auch.
Vor dem Restaurant hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet und wir mussten ungefähr eine halbe Stunde warten, bis wir endlich einen Tisch bekamen. Aber das Warten hatte sich gelohnt: Die Tapas waren wieder einmal richtig lecker!
Am Dienstag stand dann leider schon unsere Heimreise an.
Gegen 11 Uhr checkten wir aus unserer Unterkunft aus und fuhren anschließend noch einmal zu dem Frühstückslokal, das wir bereits an unserem Anreisetag besucht hatten. Dort ließen wir es uns mit einem leckeren Frühstück und Kaffee noch einmal gut gehen und genossen die letzten entspannten Stunden in Spanien.
Mittags machten wir uns schließlich auf den Weg zum Flughafen in Málaga, gaben unseren Mietwagen zurück und gingen anschließend in die Lounge.
Dort hatten wir diesmal sogar etwas mehr Zeit als geplant, denn unser Flug hatte Verspätung. Aber ganz ehrlich: Es gibt definitiv schlechtere Orte, um auf einen verspäteten Flug zu warten.
Der Flug selbst verlief anschließend völlig entspannt und wir landeten wieder in Lübeck.
Mein Bruder wollte uns vom Flughafen abholen, war allerdings noch nicht ganz da, als wir ankamen. Also warteten wir zunächst in der Abflughalle. Zumindest so lange, bis eine Mitarbeiterin uns freundlich darauf hinwies, dass sie die Halle jetzt schließen wollten und wir deshalb nach draußen mussten.
Also standen wir vor dem Flughafen und warteten weiter.
Und natürlich hatte uns das deutsche Wetter direkt wieder fest im Griff: Es regnete wie aus Eimern! Als mein Bruder schließlich ankam, reichten schon die wenigen Meter vom Flughafengebäude bis zum Auto, um ordentlich nass zu werden.
Willkommen zurück in Deutschland!
Zum Glück war der Abend damit noch nicht vorbei. Gemeinsam mit meinem Bruder und seiner Freundin gingen wir noch etwas essen, bevor es schließlich endgültig nach Hause ging.
Damit endete unsere Reise nach Andalusien – mit wunderschönen Ausblicken, vielen leckeren Tapas, gutem Wein, entspannten Strandtagen und natürlich den ziemlich frechen Affen von Gibraltar.
Und auch wenn uns Deutschland mit strömendem Regen begrüßte, nehmen wir vor allem ganz viel spanische Sonne mit nach Hause.
























