Am Dienstag sind wir früh los Richtung Murnau am Staffelsee gefahren. Unterwegs haben wir einen schönen Wohnmobilstellplatz entdeckt, auf dem wir für 10 € pro 24 Stunden stehen konnten. Dort haben wir Tisch, Stühle und Markise aufgebaut und von dort aus gearbeitet.
In der Mittagspause sind wir zum Riegsee gegangen, haben das SUP aufgebaut und sind ein Stück auf den See hinausgepaddelt. Nach ein paar Metern in die Seemitte haben wir geankert, sind geschwommen und haben auf der Luftmatratze entspannt. Vom Wasser aus konnten wir sogar Kühe sehen, die am Ufer ins Wasser gingen. Am Abend gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang, bevor wir zu Abend gegessen haben. Später in der Nacht stellten wir die Stühle noch einmal raus, um den Sternenhimmel zu beobachten – und konnten unzählige Sternschnuppen sehen.
Am Mittwoch haben wir morgens bei einem nahegelegenen Campingplatz angerufen und gefragt, ob wir unser Grau- und Schwarzwasser entsorgen und dort duschen dürfen. Für einen kleinen Betrag war das möglich. Danach sind wir zurück zum Stellplatz und haben weiter gearbeitet. Das SUP hatten wir vom Vortag einfach im Wagen gelassen, sodass wir mittags direkt wieder raus aufs Wasser konnten – diesmal etwas mehr paddelnd als entspannend. Nach Feierabend ging es nochmal zum See, um sich abzukühlen. Danach lagen wir auf der Wiese, spielten Skip-Bo und genossen den warmen Abend. Da ich abends starke Kopfschmerzen hatte, bin ich früh schlafen gegangen.
Gestern ging es weiter Richtung Füssen. Am Vormittag haben wir uns auf einen Parkplatz vor der Stadt gestellt und gearbeitet, aber da die Internetverbindung schlecht war, sind wir weitergefahren und landeten neben einem Feldweg. In der Mittagspause haben wir zum ersten Mal auf der Reise unsere Drohne ausprobiert und ein paar schöne Aufnahmen gemacht.
Anschließend sind wir nach Füssen hineingefahren. Da es in der Altstadt keine Parkplätze gibt, haben wir etwa 15 Minuten entfernt geparkt und sind zu Fuß los. Wir wollten uns die Stadt anschauen und eine Spezialität probieren: Schneebälle – ein Gebäck, das wir in der Sorte Apfel-Zimt getestet haben. Leider fanden wir beide es viel zu trocken, also gab es anschließend erst einmal ein Eis. Damit sind wir weiter durch die Altstadt spaziert und bis zur Brücke gelaufen. Das Wasser dort war glasklar und türkis – es erinnerte uns an die Gorge in Neuseeland.
Danach ging es zur Tegelbergbahn, wo wir weitergearbeitet haben, bis Feierabend war. Dann sind wir zum Sommerrodeln gegangen. Jonas hatte dort auch ein Paragliding-Unternehmen entdeckt, das Flüge über Schloss Neuschwanstein anbietet – leider war für den Tag nichts mehr frei. Das Rodeln machte Spaß, nur die letzte Fahrt war weniger schön, da eine Mutter mit Kind vor uns permanent gebremst hat, um Videos zu machen und damit alle hinter sich ausbremste.
Im Anschluss sind wir Richtung Schloss Neuschwanstein gewandert und hatten von dort einen tollen Ausblick. Wir packten noch einmal die Drohne aus und machten beeindruckende Luftaufnahmen. Übernachtet haben wir auf einem kleinen Parkplatz an einer Landstraße. Der Verkehr war deutlich zu hören, hat uns aber nicht gestört. Während ich noch gearbeitet habe, hat Jonas den Vorhang mit Magneten genäht.
Heute Vormittag haben wir zunächst am Stellplatz gearbeitet, sind mittags zu einem McDonald’s gefahren, haben uns dort einen McFlurry gegönnt und weitergearbeitet. Danach wollten wir zum Eibsee. Leider mussten wir feststellen, dass Wohnmobile dort wenig willkommen sind: Direkt vor dem See gibt es zwar einen riesigen Parkplatz mit über 1000 Parkplätzen, aber für Wohnmobile gesperrt. Wir mussten auf einen Parkplatz drei Kilometer entfernt ausweichen.
Der Fußweg mit 3km und 300m Anstieg dauerte fast zwei Stunden. Am Eibsee angekommen, sind wir direkt ins kalte Wasser gesprungen. Es war herrlich erfrischend und der Blick auf die Zugspitze traumhaft – das Wasser glasklar. Da es schon 18:30 Uhr war, machten wir uns bald wieder auf den Rückweg.
Zurück am Camper fuhren wir zu einer Ver- und Entsorgungsstation. Inzwischen war es 21:30 Uhr, also suchten wir uns einen weiteren Parkplatz, machten uns schnelle 2-Minute-Noodles und fuhren dann weiter – mitten hinein in ein Gewitter. Mehrmals pro Minute blitzte es, Jonas bekam sogar eine Warnmeldung von Apple Weather. Um 23:20 Uhr erreichten wir endlich unseren Stellplatz: ein Schotterparkplatz am Chiemsee, wo schon einige andere Wohnmobile standen. 10 € für 12 Stunden. Das Gewitter war noch immer da, und jetzt prasselt der Regen aufs Dach.
























