Bootstour mit Höhlen tauchen und Ankerrettung

15.09.Dienstag, 2026
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Heute klingelte der Wecker richtig früh – sogar noch vor Sonnenaufgang. Wir machten uns schnell fertig und fuhren etwa eine Stunde zum Liapades Beach, denn für heute hatten wir von 9 bis 15 Uhr ein eigenes Boot gemietet.

Nach einer kurzen Einweisung konnte es direkt losgehen. Am Morgen war der Himmel noch ziemlich bewölkt und auf dem Wasser war kaum jemand unterwegs. Perfekte Bedingungen, um erstmal ganz in Ruhe loszufahren.

Mit unserem Boot durften wir jeweils ungefähr 25 Minuten in beide Richtungen fahren, bevor bestimmte Punkte kamen, die wir nicht passieren durften. Also entschieden wir uns zunächst für die eine Richtung. Dieser Küstenabschnitt bestand hauptsächlich aus beeindruckenden Klippen, Natur und kleinen Stränden, von denen einige ausschließlich mit dem Boot erreichbar waren.

Als wir den äußersten Punkt erreichten, hatte sich die Sonne allerdings immer noch nicht wirklich durch die Wolken gekämpft. Deshalb drehten wir um und fuhren in die andere Richtung. Dort änderte sich die Landschaft etwas und zwischen den Bergen tauchten immer wieder kleine Ansammlungen von Häusern direkt am Hang auf.

Unseren ersten längeren Stopp machten wir vor einer beeindruckenden Felsformation. Da das Wasser dort zu tief zum Ankern war, musste immer einer von uns auf dem Boot bleiben. Ich übernahm zunächst die erste Schicht, während die anderen ins Wasser sprangen. Kurz darauf hörte ich Jonas schon aus der Entfernung rufen, dass dort unglaublich viele Fische seien.

Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Irgendwann tauschte ich mit Michi und sprang ebenfalls ins Wasser. Unter uns ging es ziemlich tief hinunter, doch gerade die Felsformationen unter Wasser waren richtig beeindruckend. Dazu schwammen überall Fische um uns herum.

Besonders cool war eine kleine Höhle in den Felsen. Unter Wasser gab es sogar einen Durchgang, durch den man auf der anderen Seite wieder heraustauchen konnte – was Jonas natürlich direkt mehrmals ausprobieren musste. Genau in diesem Moment ärgerten wir uns, dass wir die GoPro nicht dabeihatten. Der Blick aus der Höhle wäre einfach perfekt gewesen: die runde Öffnung unter Wasser, dahinter das leuchtend blaue Meer und mitten darin die Fische, die vor dem Ausgang entlangschwammen.

Danach ging es weiter zum nächsten Schnorchelspot. Jonas und ich wechselten uns übrigens die ganze Zeit mit dem Bootfahren ab, was ebenfalls richtig viel Spaß machte.

Auch am nächsten Stopp war das Wasser unglaublich klar. Diesmal gab es zwar weniger Fische zu sehen, dafür konnten wir wunderbar an den Felsen entlang schnorcheln. Anschließend packten wir noch die Drohne aus und machten ein paar Aufnahmen von unserem Boot und der Küste aus der Luft.

Wir fuhren weiter an den kleinen Häusern am Hang vorbei und schließlich wieder zurück in Richtung der Strände. Mittlerweile hatte sich das Wetter komplett verändert: Die Wolken waren verschwunden, die Sonne strahlte vom blauen Himmel und dementsprechend waren jetzt auch deutlich mehr Boote unterwegs.

Wir ankerten vor einem der Strände, schnorchelten bis ans Ufer und anschließend wieder zurück zum Boot. Dort gönnten wir uns erstmal ein Bier und entspannten ein wenig in der Sonne.

Irgendwann bemerkten wir neben uns ein paar französische Mädels, die ihren Anker einfach nicht mehr hochbekamen. Jonas sprang kurzerhand ins Wasser und half ihnen dabei, das Boot so zu bewegen, dass sich der Anker schließlich lösen ließ. Problem gelöst – zumindest bei ihnen.

Denn nachdem wir noch eine Weile geschnorchelt und entspannt hatten, wollten auch wir weiterfahren. Und natürlich bekamen wir jetzt unseren eigenen Anker nicht mehr hoch.

Nachdem verschiedene Versuche mit dem Boot nichts brachten, setzte Jonas die Taucherbrille auf und tauchte hinunter. Mithilfe des Ankerseils zog er sich immer weiter nach unten, bis er schließlich am Grund angekommen war und den feststeckenden Anker lösen konnte.

Dabei verlor er allerdings kurz das Seil aus den Augen, an dem er sich eigentlich wieder nach oben ziehen wollte. Die Luft wurde langsam knapp und er befand sich ziemlich tief unter Wasser. Also schwamm er zunächst nach oben, entdeckte zum Glück schnell wieder das Seil und konnte sich daran den restlichen Weg hochziehen. Als er wieder an der Oberfläche war, waren wir alle ziemlich beeindruckt, dass er den Anker tatsächlich befreit hatte.

Danach machten wir uns langsam auf den Rückweg und legten unterwegs noch einen letzten Schnorchelstopp ein. Gegen 15 Uhr erreichten wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt und konnten das Boot – inklusive Anker – unversehrt zurückgeben.

Nach diesem ereignisreichen Bootstag fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft und entspannten erstmal ein wenig. Jonas und ich spielten noch eine Runde Kombio, bevor wir uns alle fertig machten. Eigentlich wollten wir am Abend zu einem Aussichtspunkt auf den Klippen fahren und dort den Sonnenuntergang anschauen.

Dann krachte es draußen allerdings plötzlich gewaltig.

Direkt über uns zog ein Gewitter auf und die Idee, ausgerechnet jetzt zum höchsten Punkt der Klippen zu fahren, erschien uns nicht mehr besonders sinnvoll. Also fingen wir erstmal an zu kochen und wollten abwarten, ob das Gewitter vorbeiziehen würde.

Das war definitiv die richtige Entscheidung. Nur wenige Minuten später öffnete der Himmel seine Schleusen und es schüttete wie aus Eimern. Dazu kamen immer wieder heftige Blitze und lauter Donner.

Gerade als wir beim Kochen mit einem Glas Wein anstoßen wollten, gab es draußen einen besonders lauten Knall – und plötzlich war alles dunkel. Stromausfall! Zum Glück dauerte dieser nur etwa zehn Sekunden, dann ging das Licht wieder an.

Wir kochten unser Essen fertig und machten es uns drinnen gemütlich, denn draußen regnete es weiterhin in Strömen. Statt Sonnenuntergang auf den Klippen hieß das Abendprogramm deshalb: Troja schauen.

Doch selbst dabei ließ uns das Gewitter nicht ganz in Ruhe. Mitten im Film erhellte ein extrem heller Blitz den Himmel und im nächsten Moment waren Licht und Fernseher wieder aus. Diesmal konnten wir sogar sehen, dass auch bei den anderen Häusern am Berg sämtliche Lichter verschwunden waren. Zum Glück mussten wir unsere Geräte anschließend nur wieder einschalten und alles funktionierte weiter.

Das Gewitter zog sich noch über mehrere Stunden und immer wieder erhellten gewaltige Blitze den Himmel. Definitiv ein ziemlich spektakuläres Ende für einen Tag, der morgens noch mit ruhigem Meer und fast leeren Buchten begonnen hatte.

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