Heute konnten wir etwas ausschlafen und starteten sportlich in den Tag: Nur zehn Minuten zu Fuß entfernt lag ein Padelplatz – zumindest laut Google Maps. Vor Ort mussten wir erst einmal nachfragen, da alles ziemlich versteckt war. Schließlich fanden wir den Platz und spielten anderthalb Stunden in der mittlerweile schon sehr warmen Sonne. Danach ging’s noch schnell duschen im Stadion – mit etwas Geduld, denn das Wasser brauchte ewig, um warm zu werden.
Zurück am Camper stellten wir unsere Sachen ab und liefen anschließend Richtung Altstadt von Florenz. Jonas wollte unbedingt nochmal die leckeren Panini vom Vortag essen – lief aber erstmal ins falsche Lokal. Ich musste ihn dann darauf aufmerksam machen und habe ihm natürlich den richtigen Laden gezeigt. Gut gestärkt ging es danach weiter zu den Uffizien. Da heute ein Feiertag in Italien war, hatten alle Museen freien Eintritt – entsprechend voll war es auch generell in der Stadt. Trotzdem nutzten wir die Gelegenheit und sahen beeindruckende Werke und Skulpturen, unter anderem von Michelangelo, Da Vinci und Rembrandt.
Danach stand der Giotto-Glockenturm auf dem Plan. Trotz Time-Slot warteten wir noch etwas, bevor wir die 414 Stufen nach oben stiegen – die Aussicht über Florenz machte aber alles wieder wett. Weiter ging es zum Baptisterium San Giovanni, in das ich leider nicht hinein durfte, da mir ein Tuch für die Schultern fehlte. Jonas schaute kurz rein, kam aber schnell wieder raus – viel war wegen Bauarbeiten ohnehin nicht zu sehen.
Im Anschluss bummelten wir noch durch die Stadt, kauften Schuhe – Loafer für Jonas und Sandalen für mich – und gönnten uns ein Eis. Im Bialetti-Laden schauten wir uns noch um, entschieden uns aber gegen einen Kauf, da wir nur einen Gaskocher dabeihaben.
Auf dem Rückweg zum Camper liefen wir durch den Boboli-Garten, der an diesem Tag ebenfalls kostenlos war. Eine schöne Überraschung – und mit tollen Ausblicken auf Florenz definitiv einen Besuch wert.
Am frühen Abend fuhren wir nur etwa 20 Minuten weiter zu einem Bauernhof mit Restaurant, wo wir kostenlos übernachten konnten, wenn wir dort essen. Vor dem Abendessen entspannten wir noch eine Stunde mit Blick auf die Tiere neben dem Parkplatz. Dann ging es kulinarisch richtig los: Käseplatte zur Vorspeise, für Jonas ein gemischter Grillteller und für mich Pasta alla Norma – und natürlich durfte ein Tiramisu zum Abschluss nicht fehlen.
Unser Kellner war super herzlich und erzählte uns, dass er sechs Sprachen spricht und sogar eine Zeit in den Niederlanden gelebt hat. Zwischendurch mischte er immer wieder ein paar deutsche Wörter in sein Englisch. Witzig war aber auch die Katze, die immer wieder durchs Restaurant spazierte – vom Kellner liebevoll nach draußen getragen mit den Worten: „cat attack“.



























