Gestern Morgen sind wir ganz entspannt um 8:00 Uhr aufgestanden und direkt zu unserem Tageshighlight gefahren. Bereits am Dienstag hatten wir für das Wochenende eine zweitägige Tour mit Übernachtung in einem Glamping-Zelt hoch oben in den Bergen, ganz in der Nähe der Trolltunga, gebucht.
Am Parkplatz unserer Trolltunga-Tour haben wir zunächst gefrühstückt und uns anschließend auf die Wanderung vorbereitet.
Danach haben wir uns im Shop des Veranstalters mit unserem Guide getroffen. Eigentlich sollte noch eine Chinesin an der Tour teilnehmen. Da ihre Tochter die Tour jedoch wohl sehr kurzfristig für sie gebucht hatte und die Frau selbst kaum Englisch sprach und wichtige Informationen nicht erhalten hatte, durfte sie letztendlich leider nicht mitkommen.
Nachdem wir unsere Wanderstöcke erhalten und unseren großen Rucksack im Auto verstaut hatten, wurden wir noch ein paar hundert Meter bis zum eigentlichen Startpunkt der Tour gefahren. Von dort aus ging es direkt los. Zunächst liefen wir etwa anderthalb Kilometer, bevor der Weg deutlich steiler wurde und der eigentliche Anstieg begann.
Unterwegs legten wir immer wieder kurze Pausen ein und machten etwa auf halber Strecke eine längere Pause, um uns mit ein paar Snacks zu stärken.
Das Wetter war – wie bereits vorhergesagt – typisch norwegisch: viel Regen und Wind. Zum Glück waren wir gut vorbereitet, da wir am Vorabend noch ein Informationstreffen zur Tour hatten und genau wussten, was uns erwarten würde.
Nach ungefähr vier Stunden erreichten wir schließlich unser Glamping-Zelt. Dort legten wir erst einmal eine kleine Snackpause ein und stärkten uns mit heißer Schokolade, Rentiersalami und weiteren leckeren Snacks.
Etwa eine Stunde später machten wir uns auf den Weg zur Trolltunga – diesmal allerdings mit deutlich weniger Gepäck, da wir den Großteil unserer Sachen im Zelt lassen konnten. Auf dem Weg dorthin besserte sich das Wetter glücklicherweise deutlich. Als wir schließlich an der Trolltunga ankamen, erwarteten uns strahlend blauer Himmel und richtig schönes Wetter. So konnten wir tolle Fotos machen, den atemberaubenden Ausblick genießen und den Moment für einige Minuten in vollen Zügen auskosten.
Anschließend ging es wieder zurück zum Zelt, wo unser Guide bereits das Abendessen vorbereitet hatte. Das Essen hatten wir zuvor noch in gefrorenem Zustand erhalten und während der Wanderung mitgenommen.
Da die chinesische Teilnehmerin nicht mitkommen konnte, waren wir an diesem Abend nur zu dritt. Gemeinsam mit unserem Guide saßen wir in unserem Zelt, aßen lecker zu Abend und unterhielten uns noch lange. Als kleine Überraschung hatte der Guide sogar eine große Flasche Cider für uns dabei, die wir den Abend über gemeinsam geleert haben.
Unser Glamping-Zelt war etwas ganz Besonderes. Es bestand größtenteils aus Glasfenstern in einer Wabenform, sodass wir während unseres gesamten Aufenthalts einen traumhaften Blick auf den See, die Berge und mehrere Wasserfälle hatten. Theoretisch hätten wir sogar den Gletscher sehen können, dieser war allerdings leider die ganze Zeit hinter den Wolken verborgen.
Da es mit der Zeit im Zelt etwas kühl wurde, machten wir die Gasheizung an und konnten uns nach dem langen, teilweise ziemlich nassen Wandertag wieder richtig aufwärmen.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit Spielen und dem Cider. Um Mitternacht stießen wir dann gemeinsam auf Mayas Geburtstag an.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 7:40 Uhr. Wir machten uns schnell fertig, denn um 8:00 Uhr bereitete unser Guide das Frühstück für uns zu. Es gab frisches Brot mit verschiedenem Aufschnitt und wer wollte, konnte sich auch ein leckeres Porridge machen.
Nach dem Frühstück machten wir uns pünktlich auf den Rückweg. Bevor wir losgingen, verabschiedeten wir uns noch von der anderen Familie, die ebenfalls dort übernachtet hatte. Dabei wartete noch eine kleine Überraschung auf uns: Als die Tür aufging, fingen plötzlich alle im Zelt an zu singen und gratulierten Maya zum Geburtstag. Das kam völlig unerwartet und sie hat sich riesig gefreut – auch wenn sie im ersten Moment ziemlich sprachlos war.
Anschließend gingen wir schon einmal voraus, da unser Guide noch das Zelt aufräumen und für die nächsten Gäste vorbereiten musste. Etwa nach einem Drittel des Rückwegs holte er uns wieder ein und wir wanderten gemeinsam weiter bis zum Parkplatz, wo unsere Tour schließlich endete.
Dort gab es noch einen kleinen Snack, bevor wir uns auf den Weg zu unserem gebuchten Campingplatz machten.
Dort angekommen, erledigten wir zunächst die typischen Camper-Aufgaben: Frischwasser auffüllen, Abwasser entsorgen und den Müll wegbringen. Anschließend fuhren wir zu unserem Stellplatz direkt am See.
Der Campingplatz verfügte sogar über eine Sauna, die wir natürlich direkt gebucht hatten. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass kein Brennholz mehr vorhanden war, obwohl die Sauna mit einem Holzofen beheizt wird. Nach einer kleinen Diskussion konnte das Problem schließlich geklärt werden. Am Ende zahlten wir nur den halben Preis, hatten dafür aber auch nur die Hälfte der gebuchten Zeit. Für uns war das allerdings völlig ausreichend.
Den Abend ließen wir anschließend ganz entspannt mit einem leckeren Essen und ein paar Spielen ausklingen. Da uns die zweitägige Wanderung doch ziemlich geschafft hatte, gingen wir relativ früh ins Bett – wir hätten gefühlt schon den ganzen Tag einschlafen können.



























