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Zwischen Bergen und Gletschern

24.07.Freitag, 2026
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Vorgestern starteten wir den Tag in Eidfjord. Vor der Arbeit frühstückten wir dort ganz entspannt und schlenderten noch ein wenig durch das kleine, gemütliche Städtchen. Am Wasser unten gab es auch einen kleinen Park wo es eine Schaukel gab und ein metallischer Bilderrahmen. Anschließend suchten wir uns einen Platz direkt an einer Straße mit schöner Aussicht und verbrachten dort den Arbeitstag. Beim Fahren sahen wir viele Bäume die eine Art Pulli aus Wolle um den Stamm hatten, was total niedlich aussah.

Nach Feierabend ging es weiter nach Bergen. Wir parkten etwas außerhalb und liefen etwa eine halbe Stunde bis in die Innenstadt. Schon auf dem Weg fielen uns die vielen hübschen Holzhäuser auf. In der Altstadt ließen wir uns einfach treiben und spazierten durch die verwinkelten Gassen von Bryggen.

Direkt an der berühmten Häuserfront fanden wir einen gemütlichen Außenbereich einer Bar und gönnten uns dort erstmal ein Bier. Dabei wurden wir tatsächlich nach unseren Ausweisen gefragt. Der Barkeeper grinste nur und meinte, wir sollten das einfach als Kompliment sehen – zum Glück hatten wir unsere Ausweise dabei.

Zum Abendessen ging es anschließend ins Bryggeloftet & Stuene. Besonders das historische Restaurant im Erdgeschoss beeindruckte uns mit seinem Ambiente, das bis ins Jahr 1910 zurückreicht. Auch die Speisekarte war voller typisch norwegischer Gerichte. Ich entschied mich für ein sogenanntes Nusssteak, Jonas nahm Forelle. Dazu tranken wir eine Flasche regionalen Apfelsaft – schließlich ist gerade Apfelsaison in Norwegen. Vom Preis war sie fast so teuer wie eine Weinflasche im Restaurant in Deutschland.

Nach dem Essen spazierten wir noch weiter durch die kleinen Gassen. Unterwegs entdeckten wir einen Eisladen mit Brunost-Eis. Nachdem uns der karamellige Käse schon so gut geschmeckt hatte, musste ich das natürlich probieren. Für mich schmeckte es eher nach Karamell als nach Käse, während Jonas den typischen Brunost-Geschmack durchaus herausschmecken konnte.

Zum Abschluss des Abends fuhren wir mit der Fløibanen hinauf auf den Berg. Von dort hatten wir einen wunderschönen Blick über Bergen. Gegen 21:40 Uhr setzten wir uns auf die Stufen und beobachteten, wie ganz langsam die Sonne hinter der Stadt verschwand – ein perfekter Abschluss für unseren Besuch.

Gestern klingelte der Wecker wieder früh. Nach einer weiteren Fährüberfahrt passierte uns zum ersten Mal auf dieser Reise etwas, das bisher immer geklappt hatte: Wir verpassten die Fähre um gerade einmal eine Minute und mussten dadurch rund 40 Minuten auf die nächste warten.

Den Arbeitstag verbrachten wir anschließend auf einem ruhigen Stellplatz mit Blick auf den Hafen. Da das Wetter ohnehin nicht besonders mitspielte, nutzten wir den Tag zum Arbeiten und Entspannen. Am Abend telefonierten wir noch per FaceTime mit Lukas und Michaela, planten gemeinsam unseren Urlaub im September und quatschten einfach mal wieder ausgiebig.

Heute Morgen ging es erneut mit einer Fähre weiter – diesmal mussten wir glücklicherweise nur etwa zehn Minuten warten. Danach arbeiteten wir an einem Stellplatz direkt an der Straße, bevor wir nach Feierabend zu einem Wanderparkplatz fuhren.

Dort wurden wir direkt von einem Mitarbeiter empfangen, der uns zuerst fragte, ob wir Norweger seien. Als wir verneinten, war sein nächster Guess Deutsche und er zeigte uns freundlich, wo wir unseren Camper parken konnten.

Kaum angekommen, fing es allerdings an, wie aus Eimern zu regnen. Also warteten wir noch eine Weile im Camper, bevor wir uns schließlich doch auf den Weg machten. Die kleine Wanderung führte zu einem Gletschersee, von dem aus man normalerweise auch den Gletscher sehen kann. Wegen der tiefhängenden Wolken blieb dieser heute allerdings komplett verborgen. Der See selbst entschädigte dafür mit seinem intensiv türkisfarbenen Wasser und der beeindruckenden Kulisse.

Anschließend erledigten wir noch schnell unseren Einkauf und fuhren zu einem Hotel, an dem am Abend ein Informationstreffen für die morgige Wanderung stattfand. Während wir auf den Beginn warteten, kochten wir uns erst einmal Abendessen.

Zusammen mit etwa zehn weiteren Teilnehmern erklärte uns der Guide anschließend alles Wichtige für den nächsten Tag. Besonders viel Hoffnung auf gutes Wetter machte er uns allerdings nicht – Regen sei fast den ganzen Tag angesagt. Mit einem Lächeln meinte er nur: „Dafür seid ihr ja schließlich in Norwegen.“

Eine gute Nachricht hatte er dann aber doch noch für uns: Obwohl im Internet für den oberen Parkplatz eine maximale Fahrzeuglänge von 5,20 Metern angegeben ist, versicherte er uns, dass wir mit unserem Camper problemlos bis zum Parkplatz P2 fahren könnten. Ein Kollege von ihm sei schließlich täglich mit einem sechs Meter langen Camper dort unterwegs.

Nach dem Treffen fuhren wir noch wenige Minuten weiter zu unserem Stellplatz für die Nacht. Und plötzlich konnten wir den Gletscher sehen, der sich tagsüber hinter den Wolken versteckt hatte. Gemeinsam mit dem Blick auf das Wasser war das der perfekte Ausblick, um den Abend ausklingen zu lassen.

Jetzt heißt es bald schlafen gehen – morgen wartet endlich die große Wanderung auf uns.

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GletscherSeeSonnenuntergang

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