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Pizza Napoletana

01.05.Freitag, 2026
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Gestern standen wir noch bis zum Nachmittag auf dem Campingplatz in Rom, bevor es weiter Richtung Neapel ging. Aus geplanten zweieinhalb Stunden Fahrt wurden wegen Stau am Ende ganze fünf. Am Abend kamen wir dann auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Neapel an. Der Besitzer war super herzlich – auch wenn die Kommunikation eher mit Händen und Füßen lief. Kurz darauf kam sein Hund zu uns, ließ sich ausgiebig streicheln und legte sich danach direkt vor unsere Camper-Tür. Wir machten uns noch etwas zu essen und fielen dann müde ins Bett.

Heute Morgen ging es früh los: Der Besitzer fuhr uns sogar persönlich zur Metro und erzählte uns unterwegs ein bisschen über Neapel. Nach ein paar Stationen und einem kurzen Fußweg erreichten wir das Castel Sant’Elmo und genossen den Ausblick über die Stadt, den Vesuv und bis hin zur Amalfiküste.

Von dort ging es zu Fuß über viele Treppen hinunter in die Stadt. Es war sehr windig und leider auch ziemlich viel Müll unterwegs, der durch die Straßen geweht wurde. Eigentlich wollten wir in einem bestimmten Café frühstücken, doch die Schlange war zu lang und wir hatten wenig Zeit. Also wichen wir spontan auf ein anderes Lokal aus und probierten dort Sfogliatelle – Blätterteigtaschen mit Ricotta und Orange – zusammen mit einem Kaffee.

Danach stand unser nächstes Highlight an: eine Tour durch Neapels Unterwelt. Unser Guide war super witzig und hat viele spannende Infos geteilt, auch wenn man durch die Akustik nicht immer alles verstehen konnte. Besonders beeindruckend waren die hohen Decken tief unter der Erde, die engen Tunnel (teilweise nur 40–60 cm breit) und die alten Wasserbecken. Auch ein Weinkeller gehörte zur Tour, in dem der Guide scherzhaft so tat, als würde er uns einsperren.

Ein weiteres Highlight war ein versteckter Zugang in einem Haus: Hinter einem Bett verbarg sich eine Luke, die zu einem alten Theater führte. Dort erklärte uns der Guide, dass dieser Bereich früher hinter den Kulissen lag, wo sich Darsteller umzogen und unbemerkt die Seiten wechselten. Früher war alles mit Marmor verkleidet und deutlich prunkvoller – heute ist davon nur noch ein Teil erhalten, was dem Ort aber einen ganz eigenen Charme verleiht.

Nach der Tour konnten wir unsere inkludierten Optionen einlösen – Pizza und Wein. Während Jonas sich um die Pizza kümmerte, holte ich den Wein ab. Gemeinsam teilten wir uns eine große, sehr leckere Margherita.

Anschließend ging es weiter durch die belebte Gasse Spaccanapoli, wo unglaublich viel los war – teilweise bewegten sich Autos im Schneckentempo durch die Menschenmengen. Danach schlenderten wir Richtung Hafen und zur Galleria Umberto I. Unterwegs entdeckten wir einen Stand mit Aperol to go für 1,50 € – da konnten wir natürlich nicht widerstehen.

Die Galleria beeindruckte uns mit ihrer riesigen Glaskuppel und den kunstvollen Sternzeichen am Boden. Weiter ging es zum Piazza del Plebiscito und anschließend am Wasser entlang zum Castel dell’Ovo. Dort machten wir eine Pause, tranken Kaffee und frische Spremuta. Plötzlich begann eine kleine Gruppe Trommler zu spielen und zu singen – ein Lied, das uns sofort an unsere Hochzeitsreise nach Tansania erinnerte. Ein richtig besonderer Moment.

Danach fuhren wir mit der Funicolare hinauf nach Vomero und genossen noch einmal den Blick über das Meer. Zum Abschluss stand noch ein echtes Highlight an: die berühmte L’Antica Pizzeria Da Michele. Nach kurzer Wartezeit bekamen wir einen Platz und bestellten eine Pizza Margherita – und waren direkt begeistert. So gut, dass wir direkt noch eine zweite nachbestellten (die wir am Ende nicht ganz schafften). Für nur sechs Euro pro Pizza ein echtes Erlebnis.

Danach ging es zurück zum Campingplatz – müde, satt und mit ganz vielen Eindrücken im Gepäck.

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