Im Februar haben wir uns ein Auto gekauft und es zum Ausbau gegeben, damit daraus ein Camper werden kann. Leider hat sich alles ziemlich verzögert – aber seit letzter Woche ist er endlich fertig! Wir waren bereits zwei Tage zur Probe unterwegs, sind dann aber zum Feiern meines Geburtstags wieder zurückgekommen.
Jetzt startet unsere erste richtige Tour: Es geht über Münster, Mainz und Bayern nach Österreich – und je nach Wetterlage vielleicht sogar weiter nach Italien. Los ging’s am Freitag. Unser erster Halt war an der Ostsee, wo die Geburtstagsfeier meines Onkels stattfand. Dort haben wir bis Sonntag mit der Familie verbracht – es war eine richtig schöne gemeinsame Zeit.
Am Sonntag ging es weiter nach Sittensen. Dort gibt es einen Stellplatz, den wir schon kannten – aber auch diesmal war er wieder voll. Während wir noch überlegten, wo wir stattdessen hinfahren könnten, kam ein Mann auf uns zu und meinte, dass eine Straße weiter noch drei weitere Plätze wären – und einer davon sei gerade noch frei. Also sind wir sofort hin – und haben den letzten Platz ergattert. Direkt am Feld standen wir, haben eine Runde Skip-Bo gespielt und uns etwas Leckeres zum Abendessen gemacht.
Am nächsten Morgen ging es früh los nach Oldenburg. Dort sitzt der Betrieb, der unseren Camper ausgebaut hat – es mussten noch ein paar Dinge repariert werden. Leider konnte der Wechselrichter nicht instand gesetzt werden, weil es sich um einen Herstellungsfehler handelt. Wir haben jetzt abgesprochen, dass wir demnächst noch einmal nach Oldenburg fahren – in der Hoffnung, dass es bis dahin behoben ist. Den Tag über standen wir also dort, haben aus dem Camper heraus gearbeitet, während das Radio repariert wurde.
Anschließend überlegten wir, wo wir die nächsten Nächte verbringen könnten – und sind dabei auf die App Landvergnügen gestoßen. Die zeigt Bauernhöfe und Winzer, bei denen man für 24 Stunden kostenlos auf dem Hof stehen darf, wenn man eine Jahresgebühr zahlt und im Hofladen etwas Kleines kauft. Wir fanden einen Hof in der Nähe von Osnabrück, mit Ziegen, Hühnern und Kühen. Dort angekommen, sprachen wir mit einem Mitarbeiter, klärten alles ab und holten uns ein paar Leckereien aus dem Hofladen.
Später sind wir noch spazieren gegangen – bis nach Tecklenburg. Der Hinweg war etwas anstrengend, weil es einige Höhenmeter zu überwinden gab und wir durch schlammige Waldwege mussten. Aber die Stadt hat es mehr als wettgemacht: ein richtig süßer Ort mit Fachwerkhäusern, einer schönen Burg und tollem Blick ins Tal. Auch der Ortskern war charmant – nur kaum jemand war unterwegs, da es schon später Abend war.
Nach etwa einer Stunde waren wir zurück am Camper, sprangen mutig unter die eiskalte Außendusche – und nun gibt’s Reste von gestern zum Abendessen. Mit Blick auf Felder, Kühe – und eine Gans.















