Gestern sind wir morgens zu einer französischen Bäckerei gelaufen, wo ich mit meinen Französischkenntnissen unser Frühstück bestellt habe. Danach hieß es erst einmal wieder arbeiten, bevor wir uns in der Mittagspause auf den Weg machten – etwa 21 Kilometer weiter, zu einem Parkplatz, der gleichzeitig der Ausgangspunkt für unsere Wanderung am Nachmittag war.
Am Nachmittag ging es dann los zur Wanderung entlang der Klippen von Étretat. Die Sonne zeigte sich und es wurde schnell sehr warm. Die Kulisse war atemberaubend – steile weiße Felsen, das türkis schimmernde Meer und völlige Windstille. Es fühlte sich fast surreal an, weil man an der Küste automatisch Wind erwartet. Jonas ließ ein paarmal seine Drohne steigen und machte tolle Aufnahmen, bevor wir den Rückweg antraten. Am Startpunkt der Klippen setzten wir uns noch eine Weile hin und genossen die Aussicht, bevor wir zurück zum Camper gingen.
Da wir noch einkaufen mussten, fuhren wir zu einem Carrefour und erledigten den Einkauf in Rekordzeit – 20 Minuten vor Ladenschluss. Danach lagen noch zwei Stunden Fahrt vor uns. Unterwegs hielten wir kurz an einer Raststätte, kochten uns etwas zu essen und fuhren dann weiter. Während der Fahrt erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Seine.
Gegen 23 Uhr kamen wir an unserem Stellplatz an, einem ruhigen Platz neben einem Feld und einem Fluss. Heute Morgen wachten wir dort auf – es war allerdings so kalt, dass wir kurzzeitig die Standheizung anmachen mussten. Dafür wurden wir mit einer großartigen Aussicht belohnt: In der Ferne konnten wir sogar Le Mont-Saint-Michel sehen.
In der Mittagspause fuhren wir zum nächsten Parkplatz, der auch unser Übernachtungsplatz werden sollte. Von hier aus waren es nur etwa fünf Kilometer bis zum Mont-Saint-Michel – perfekt für einen kleinen Fahrradausflug am Nachmittag.
Zunächst herrschte etwas Verwirrung: Ein Schild wies darauf hin, dass hier der letzte Fahrradstellplatz sei, also schlossen wir unsere Räder an und gingen zu Fuß weiter. Doch kurz darauf entdeckten wir ein weiteres Schild, das zeigte, dass Fußgänger und Radfahrer denselben Weg nutzen dürfen. Also kehrten wir um, holten die Räder und fuhren doch weiter. Direkt am Fuß des Klosterbergs gab es weitere Stellplätze für Fahrräder.
Von dort aus erkundeten wir Le Mont-Saint-Michel zu Fuß – mit seinen engen Gassen, steilen Treppen und der beeindruckenden Architektur war der ganze Ort einfach wunderschön. Wir ließen uns treiben, entdeckten kleine Winkel und genossen die besondere Atmosphäre. Auf dem Rückweg hielten wir noch einmal an, um den Sonnenuntergang zu sehen – ein perfekter Abschluss für diesen Tag. Jetzt sitzen wir im Camper, kochen uns etwas zu Abend und blicken auf zwei richtig schöne Tage zurück.

















