Gestern starteten wir ganz entspannt in den Tag. Nach einer kurzen Runde Tischtennis fuhren wir am späten Vormittag los – Ziel: Porto. Die Strecke von Spanien nach Portugal war landschaftlich wunderschön, mit tollen Ausblicken über Hügel, Täler und das Meer.
Als wir die Grenze passierten, fiel mir irgendwann auf, dass die Anzeigen plötzlich eine andere Uhrzeit zeigten. Auf meinem CarPlay stand 14 Uhr, auf der Straßenanzeige 13 Uhr – da wurde uns erst bewusst, dass Portugal in einer anderen Zeitzone liegt.
In Porto angekommen, hielten wir zunächst bei einem Mercadona, unserem Lieblingssupermarkt von Mallorca, und deckten uns mit ein paar Sachen ein. Danach fuhren wir zum Campingplatz und checkten ein. Schon kurz darauf machten wir die Fahrräder startklar und radelten die rund 10 km bis in die Innenstadt.
Unterwegs entdeckten wir einen Parkplatz direkt am Meer, auf dem viele Camper standen – da ärgerten wir uns kurz, dass wir schon bis Mittwoch auf dem Campingplatz gebucht hatten. Die Fahrradwege in Porto waren, ähnlich wie in San Sebastián, richtig gut und führten traumhaft schön entlang der Küste. Je näher wir dem Zentrum kamen, desto belebter wurden die Straßen. Teilweise mussten wir absteigen, um durch die Menschenmengen zu kommen.
Unter einer Brücke, bei einem Felsvorsprung, stellten wir unsere Fahrräder ab und gingen zu Fuß über die Ponte Luís I – zunächst über die untere Ebene. Auf der anderen Seite sahen wir, dass man über viele Treppen oder per Aufzug zur oberen Ebene gelangen konnte. Da der Aufzug nicht nur kostete, sondern auch eine lange Schlange hatte, entschieden wir uns für die Treppen. Allerdings nicht den Hauptweg, sondern eine ruhigere Seitenstraße – was bei der Hitze schnell anstrengend wurde.
Oben angekommen, bummelten wir durch die Gassen, bis wir bei der Manteigaria – Fábrica de Pastéis de Nata landeten. Und ja – die besten Pastéis de Nata überhaupt! So gut, dass wir uns später gleich noch welche für den nächsten Tag mitnahmen. Danach wollten wir noch zur bekannten Buchhandlung mit den Harry-Potter-Vibes, aber dort war die Schlange so lang, dass man sogar Tickets gebraucht hätte. Porto hat uns richtig gut gefallen und auch die ganzen Häuser waren super schön.
Anstatt der Buchhandlung setzten wir uns auf einen kleinen Platz. Nebenan funkelten Lichterketten und davor eine gemütliche Bar – also gönnten wir uns zwei Aperol Spritz. Die Kellnerin empfahl uns ein Restaurant ganz in der Nähe, in dem wir tatsächlich noch einen Tisch draußen in der Gasse ergattern konnten. Das Essen war unglaublich lecker! Anschließend gingen wir über die obere Ebene der Brücke zurück und fuhren mit den Fahrrädern zum Campingplatz.
Heute standen wir früh auf und liefen bei Dämmerung am Meer entlang. Danach kühlte ich meine Füße im Wasser ab – bis mich eine größere Welle überraschte. Nach dem Duschen begann der Arbeitstag. In der Mittagspause gingen wir wieder an den Strand, spielten eine Runde Beach Tennis und entspannten ein wenig in der Sonne. Zum Feierabend zog es uns erneut dorthin – mit einem Glas Wein in der Hand und einem traumhaften Sonnenuntergang über dem Atlantik.




















