Die letzte Woche war etwas ruhiger, denn ich war seit Sonntagabend erkältet. Trotzdem haben wir viel erlebt.
Am Sonntag fuhren wir mittags wieder an die Küste. Unser erster Stopp war Nazaré, wo wir gemütlich durch die Straßen schlenderten und uns eine Açai Bowl gönnten. Danach ging es rund 30 Minuten weiter zu einem Stellplatz direkt an der Küste. Dort verbrachten wir den restlichen Sonntag ganz entspannt – mit Lesen, Spielen und einem traumhaften Ausblick aufs Meer.
Am Montag stand Arbeiten und Ausruhen auf dem Plan, da es mir noch nicht besser ging. Am Dienstag fuhren wir nach der Arbeit einkaufen und weiter nach Óbidos. Das kleine Städtchen war richtig süß – mit schmalen Gässchen, hübschen Häusern und einer Burgmauer, die sich um den Ort zieht. Von dort ging es weiter nach Lissabon. Die Fahrt dauerte allerdings eine Stunde länger als geplant, da es direkt am Anfang der Brücke in Lissabon einen schweren Unfall gab. Als wir endlich um 22 Uhr beim Hafen ankamen, machten wir uns nur noch bettfertig und fielen direkt ins Bett.
Da es dort keine Duschen gab und ich dringend meine Haare waschen wollte, tat ich das kurzerhand im Camper über dem Waschbecken – gar nicht so einfach, aber irgendwie witzig.
Am Mittwoch arbeiteten wir vom Hafen aus und fuhren am Nachmittag mit der Fähre in die Innenstadt. Wir liefen durch die schönen Gassen, besuchten eine Kirche und gingen bis zur Burg hinauf. Da ich noch nicht ganz fit war, war das bergauf Laufen ziemlich anstrengend. Als wir abends essen wollten, war unser Wunschrestaurant leider ausgebucht. Auf dem Rückweg zur Fähre entdeckten wir dann ein kleines Tapas-Restaurant mit Tischen draußen – und das Essen war richtig lecker. Um 20:30 Uhr sollte die Fähre gehen, also beeilten wir uns, um sie noch zu bekommen. Wir hatten noch 15 Minuten Zeit und machten spontan einen Umweg, um noch ein paar Pastéis de Nata zu holen. Eigentlich wollten wir abends noch weiterfahren, entschieden uns aber, wegen der Müdigkeit eine weitere Nacht am Hafen zu bleiben.
Am Donnerstag arbeiteten wir wie gewohnt und fuhren in der Mittagspause Richtung Süden. Der erste Stopp war Praia do Monte Velho – ein wunderschöner, langer Strand. Wir beendeten dort unsere Arbeit und gingen anschließend ans Meer. Die Wellen waren beeindruckend, teilweise richtig hoch, und es war fast schon mystisch, als plötzlich dichter Nebel aufzog. Am Abend fuhren wir weiter Richtung Algarve. Da freies Stehen an der Küste dort schwierig ist, übernachteten wir etwas weiter im Landesinneren. Der Sternenhimmel war atemberaubend – man konnte unendlich viele Sterne sehen, und ich sah sogar eine Sternschnuppe.
Am Samstag ging es weiter nach Sagres. Auf dem Weg dorthin dachten wir erst, wir würden sowieso nichts sehen, weil alles im Nebel lag. Doch oben am Parkplatz klarte es auf, und wir hatten eine wunderschöne Aussicht – das Wasser war glasklar und türkis. Die Burg hatte leider schon geschlossen, also machten wir uns auf den Weg ins Stadtzentrum. Dort fanden wir ein kleines Restaurant mit Meerblick, in dem wir eine Kleinigkeit aßen.
Von Sagres fuhren wir weiter nach Lagos. Dort spazierten wir den Klippenweg entlang, während Jonas ein paarmal die Drohne steigen ließ. Das Wetter besserte sich, die Sonne kam heraus, und wir gingen schließlich hinunter an den Strand. Da ich nicht in der prallen Sonne liegen wollte, holten wir uns noch einen Sonnenschirm und machten es uns gemütlich. Die Sonne heizte so stark, dass wir beide spontan ins Meer sprangen – das Wasser war zwar kalt, aber super erfrischend.
Am Abend fuhren wir in die Altstadt von Lagos, schlenderten durch die kleinen Gassen und gönnten uns ein unglaublich leckeres Eis. Übernachtet haben wir etwas außerhalb, auf einem kleinen Platz an einer Feldstraße, wo schon ein paar andere Vans standen.
Heute ging es mir endlich wieder gut, also stand unsere geplante Wanderung an. Am Parkplatz angekommen, merkten wir, dass wir keine Minute später hätten da sein dürfen – es war fast alles voll. Wir ergatterten einen der letzten Plätze und machten uns auf den Weg. Der Wanderweg war wunderschön und bot viele „Wow“-Momente mit Blick auf Klippen und Meer. Der Weg war gut beschildert, aber es ging ständig auf und ab. Etwa auf halber Strecke machten wir im Restaurant eine Pause, aßen eine Kleinigkeit und tranken etwas Kaltes. Der Rückweg ging deutlich schneller – auch, weil wir die Drohne nicht mehr so oft stoppten.
Aus den geplanten 11,2 km und 3 Stunden wurden am Ende 14 km und knapp 5 Stunden. Am Parkplatz angekommen, gönnten wir uns ein Eis vom Food Truck und fuhren weiter nach Tavira, wo wir einen der letzten Stellplätze bekamen – mit heißer Dusche, genau das Richtige nach dieser Tour!






























