Der letzte Tag unserer Safari begann wieder früh: Um 7:00 Uhr morgens wurden wir abgeholt und machten uns auf den Weg zum Ngorongoro-Krater. Anders als an den Tagen zuvor fuhren wir dieses Mal nicht nur am Kraterrand entlang, sondern direkt hinein.
Die Fahrt dorthin war zunächst von dichtem Nebel geprägt – wir konnten kaum 20 Meter weit sehen und fragten uns schon, wie das wohl unten im Krater sein würde. Doch sobald wir im Inneren ankamen, lichtete sich der Nebel, und vor uns lag eine wahre Oase voller Tiere.
Wir sahen riesige Herden von Zebras, Wasserbüffeln und Bisons. Besonders beeindruckend war es, eine ganze Büffelherde zu beobachten, die von einem weiblichen Tier angeführt wurde. Außerdem begegneten wir Flamingos, Nilpferden, Warzenschweinen und erneut Löwen. Einer der Löwen schlich sich sogar in geduckter Haltung an ein Auto heran – ein spannender Moment, auch wenn wir nicht genau erkennen konnten, wie es weiterging.
Wie an den Tagen zuvor standen wir meist im Jeep, während das Dach geöffnet war. Es war ein unglaubliches Gefühl, die Tiere aus dieser Perspektive zu sehen, den Wind in den Haaren zu spüren und die afrikanische Landschaft so intensiv zu erleben – auch wenn der Staub der vorausfahrenden Autos manchmal störte.
Ein ganz besonderes Erlebnis wartete jedoch noch auf uns: die Suche nach einem Nashorn. Damit hätten wir die Chance, alle Big Five zu sehen. Zunächst schien es hoffnungslos, da es bereits Mittagszeit war und wir uns eigentlich auf den Weg zum Essen machen wollten. Doch plötzlich tauchten vor uns mehrere Fahrzeuge auf, die auf etwas in der Ferne blickten. Von dort konnten wir zwar nichts erkennen, aber unser Guide fuhr ein Stück zurück – und tatsächlich: Vor uns stand ein Nashorn! Zwar weit entfernt, aber gut mit dem bloßen Auge sichtbar und durch das Fernglas noch deutlicher. Ein Gänsehautmoment – die Big Five waren komplett.
Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Rückweg. Rund vier Stunden dauerte die Fahrt nach Arusha. Unsere Mitreisenden wurden in eine Lodge gebracht, da sie noch eine fünftägige Safari gebucht hatten, während wir zurück ins Hotel der ersten Nacht fuhren. Dort verbrachten wir unsere letzte Nacht auf dem Festland, bevor es morgen früh nach Sansibar geht.
Die Safari war für uns beide ein unvergessliches Erlebnis: Die Ballonfahrt, die Begegnungen mit Elefanten, Löwen und Zebras, die Offroad-Abenteuer durch die afrikanische Landschaft – all das werden wir für immer in Erinnerung behalten. Gleichzeitig freuen wir uns nun auf ein paar entspannte Tage am Strand von Sansibar, denn so aufregend die Safari auch war, das frühe Aufstehen und die langen Fahrten haben uns doch einiges an Energie gekostet.























