Am Sonntag starteten wir ganz entspannt in den Tag. Wir schliefen erstmal aus und frühstückten gemütlich auf der Terrasse unseres Bungalows. Danach packten wir unsere Strandsachen zusammen und fuhren etwa zehn Minuten zu unserem nächsten Ziel.
Die Anfahrt zum Strand gestaltete sich allerdings etwas umständlicher als gedacht. Zunächst fuhren wir an der richtigen Abbiegung vorbei, drehten bei einer Brücke um und parkten kurz dahinter. Von dort liefen wir los – nur um wenig später festzustellen, dass wir genau über die Brücke, die wir gerade noch zum Wenden genutzt hatten, hätten fahren können und mit dem Auto noch ein gutes Stück näher an den Strand gekommen wären.
Also durfte Jonas noch einmal zurück zum Auto, während wir schon ein paar Meter in die richtige Richtung liefen. Kurz darauf sammelte er uns wieder ein und wir fuhren so weit, bis wir uns einig waren: Ab hier ist mit einem Mietwagen Schluss. Der Weg wurde einfach zu schlecht und ein bisschen wollten wir unser Auto dann doch noch schonen.
Zu Fuß waren es anschließend vielleicht noch 15 bis 20 Minuten. Eigentlich keine besonders weite Strecke, aber bei der Hitze und komplett ohne Schatten fühlte sich der Weg deutlich länger an.
Unten an der kleinen Bucht namens „Aquarium“ angekommen, mussten wir erstmal nach einem freien Plätzchen suchen. Der Strand war ziemlich voll und vor allem viele Einheimische genossen dort ihren Sonntag. Ganz am Rand fanden wir schließlich noch einen der letzten Plätze und dann ging es natürlich sofort ins Meer.
Das Wasser war einfach herrlich! Glasklar, angenehm warm und zwischendurch kamen immer wieder kleine Strömungen vorbei, die plötzlich deutlich kälteres Wasser mitbrachten und für die perfekte Abkühlung sorgten. So verbrachten wir den Großteil des Tages mit Entspannen, Sonnen und immer wieder ins Wasser springen.
Irgendwann mussten wir uns dann wieder an den Rückweg machen, der bei der Hitze mindestens genauso anstrengend war wie der Hinweg. Dafür gab es unterwegs noch eine ziemlich süße Begegnung: Wir trafen auf eine ganze Ziegenherde. Besonders mit einer Ziege ohne Hörner freundete ich mich direkt an und hätte sie beinahe sogar streicheln können. Die Herde lief noch ein Stück gemeinsam mit uns den Weg entlang, bis ihr Besitzer sie zum Fressen rief und sie geschlossen abbogen.
Zurück an unserer Unterkunft ging es erstmal noch eine Runde in den Pool. Später fuhren wir wieder hinunter in die Stadt und gingen dort griechisch essen. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Restaurant gab es noch eine zweite Tierbegegnung: ein Esel lief ganz entspannt auf der Straße entlang. Beim Griechen gab es für mich gefüllte Weinblätter sowie Pita mit Tzatziki, während die anderen sich für Kebab und Hähnchenspieße entschieden.
Zum Nachtisch holten wir uns noch ein Eis und setzten uns damit an den Strand. Zurück in der Unterkunft durfte dann natürlich auch eine Runde Siedler von Catan nicht fehlen.
Gestern begann der Tag ähnlich entspannt. Nach einem gemütlichen Morgen machten wir uns auf den Weg zu einem anderen Strand, der etwa 20 Minuten entfernt lag. Das Problem: Wir konnten den Zugang einfach nicht finden. Schon in den Google-Bewertungen hatten einige geschrieben, dass der Weg dorthin ziemlich versteckt sei – und sie hatten definitiv recht.
Nach einigem Hin und Her fuhren wir noch einmal zurück und entdeckten schließlich einen Parkplatz. Von dort lagen ungefähr 20 Minuten Fußweg vor uns – teilweise über einen steinigen Pfad und teilweise mitten durch Gestrüpp.
Schon auf der Fahrt zum Parkplatz fiel uns auf, wie viel hier gerade gebaut wird. Überall standen Baustellen und große Plakate für neue Hotels. Teilweise erinnerte die Landschaft sogar ein wenig an die Amalfiküste, weil die Häuser und Hotels direkt in die steilen Berghänge gebaut wurden.
Als wir schließlich unten ankamen, wurden wir für die Suche und den Fußweg mehr als belohnt: Genau das, was uns am Vortag gefehlt hatte, bekamen wir hier – eine fast menschenleere Bucht. Gerade einmal zwei andere Personen waren dort.
Wir suchten uns einen schönen Platz und gingen direkt ins Wasser. Auch hier war das Meer wieder unglaublich klar und perfekt zum Schnorcheln. Nur eine Sache fehlte: Schatten. Und natürlich hatten wir keinen Sonnenschirm dabei. Zwischen einigen Felsen fanden wir immerhin einen kleinen Felsvorsprung, unter dem zumindest Kopf und Oberkörper ein bisschen vor der Sonne geschützt waren.
Den restlichen Tag verbrachten wir mit Entspannen, Schwimmen und Schnorcheln im kristallklaren Wasser. Hin und wieder kamen Ausflugsboote vorbei, die auf einen Schlag eine ganze Ladung Menschen in der kleinen Bucht absetzten. Für kurze Zeit wurde es dann ziemlich voll – aber genauso schnell, wie sie gekommen waren, verschwanden sie auch wieder.
Nach und nach kamen auch ein paar Leute über denselben versteckten Weg wie wir zum Strand – und irgendwie waren es ausschließlich Deutsche. Mit einem Pärchen kamen wir länger ins Gespräch. Der Mann schlug irgendwann vor, dass wir uns doch zu sechst ein Boot mieten könnten. Dadurch würde es für alle deutlich günstiger werden. Mal schauen, ob daraus in den nächsten Tagen vielleicht noch etwas wird.
Am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zurück und verbrachten noch etwas Zeit am Pool. Abends kochten wir gemeinsam, saßen mit unserem Essen und einem Glas Wein auf der Terrasse und quatschten noch lange. Zum Abschluss gab es wieder eine schnelle Runde Siedler von Catan.
Heute mussten wir dann gar nicht lange überlegen, wohin es gehen sollte: Die Bucht vom Vortag hatte uns so gut gefallen, dass wir einfach noch einmal hinfuhren.
Diesmal waren wir allerdings besser vorbereitet. Vorher hielten wir noch an einem Markt und kauften einen großen Sonnenschirm, damit wir uns nicht wieder um die wenigen Zentimeter Schatten unter einem Felsen streiten mussten.
Heute war am Strand etwas mehr los als gestern. Es kamen deutlich mehr Leute über den Landweg und auch die Ausflugsboote waren voller. Zwischendurch legte sogar ein Partyboot an, das mit seiner Musik direkt die gesamte Bucht beschallte. Für etwas Unterhaltung war also gesorgt.
Trotzdem genossen wir noch einmal einen wunderschönen Tag am Meer und blieben diesmal sogar bis zum Abend. Das kristallklare Wasser, die kleine Bucht und die Felsen drumherum hatten es uns einfach angetan.
Zurück in der Unterkunft hieß es nur schnell duschen und umziehen, bevor wir noch einmal in die Stadt fuhren. Dort holten wir uns Pita und Getränke und setzten uns damit direkt an den Strand – definitiv einer der schöneren Orte für ein unkompliziertes Abendessen.
Als Nachtisch gab es noch Crêpes, anschließend erledigten wir einen kleinen Einkauf im Supermarkt und fuhren zurück zu unserem Bungalow. Dort lassen wir jetzt ganz entspannt den Abend ausklingen.

















