Gestern ging es mittags von Münster aus mit dem Uber zum Flughafen. Die Fahrt startete allerdings direkt etwas kurios: Als unser Fahrer ankam, meinte er erstmal, dass wir entweder bar zahlen müssten oder er die Fahrt stornieren würde. Da wir nicht wirklich eine andere Wahl hatten und unseren Flug natürlich erreichen wollten, fuhren wir schließlich doch mit ihm los.
Am Flughafen angekommen waren wir erstmal viel zu früh. Da der Flughafen ziemlich klein war und es dort kaum Möglichkeiten zum Essen gab, liefen wir kurzerhand etwa zehn Minuten zu einem McDonald’s in der Nähe. Danach ging es wieder zurück und durch die Sicherheitskontrolle.
Und dort merkten wir schnell: Je kleiner der Flughafen, desto genauer offenbar die Kontrolle. Von Hamburg kannten wir es bisher deutlich entspannter mit unseren Flüssigkeiten. Hier wurde ganz genau darauf geachtet, dass alles in einen 1-Liter-Beutel passt und die einzelnen Behälter maximal 100 ml haben. Sowohl Jonas als auch ich wurden rausgezogen und mussten uns von unserer Sonnencreme und dem After Sun verabschieden. Perfekt für einen Urlaub in Albanien bei über 30 Grad. Im Duty Free kauften wir uns also direkt wieder neuen Sonnenschutz.
Danach begann auch schon das Boarding. Dank Priority durften wir mit unseren Handgepäckskoffern relativ früh los – nur um anschließend im Treppenhaus vor dem Rollfeld noch eine gefühlte Ewigkeit zu warten. Irgendwann saßen wir dann aber endlich im Flugzeug und der Flug nach Tirana verlief ganz entspannt.
Beim Landeanflug auf Tirana entdeckten wir an zwei Stellen größere Rauchschwaden. Ob dort kontrolliert etwas verbrannt wurde oder es sich um Waldbrände handelte, konnten wir aus der Luft allerdings nicht erkennen.
Nach der Landung ging es zunächst durch die Passkontrolle und danach direkt zum Geldautomaten, um die ersten albanischen Lek abzuheben. Der zweite wichtige Punkt auf unserer Liste: Internet. Jonas holte sich eine SIM-Karte bei einem lokalen Anbieter, während Lukas und Michaela zu Vodafone gingen. Preislich und vom Angebot her machte das am Ende aber kaum einen Unterschied.
Danach ging es raus zur Mietwagenstation. Ganz am Ende des Abholbereichs sollten wir auf unseren Shuttle warten – und bekamen dort schon einen ersten kleinen Vorgeschmack auf den albanischen Verkehr: voll, eng und irgendwie wuselig.
Bei der Autovermietung selbst ging dann alles ziemlich schnell und wir konnten endlich losfahren. Mittlerweile ging bereits die Sonne unter. Unser erster Stopp führte uns deshalb zu einem Supermarkt, wo wir uns mit Wasser sowie Joghurt mit Müsli, Brot und Frischkäse für den Abend eindeckten. Den Joghurt aßen wir direkt auf dem Parkplatz, bevor noch rund eineinhalb Stunden Fahrt vor uns lagen.
Als wir schließlich unsere Unterkunft erreichten, konnten wir schnell einchecken und trafen uns anschließend noch einmal auf der Terrasse. Dort aßen wir unser Brot und hatten dabei einen wunderschönen Blick auf die beleuchtete Burg von Berat. Viel länger hielt der Abend allerdings nicht mehr – nach dem langen Tag waren wir alle ziemlich fertig und verschwanden relativ früh im Bett.
Heute Morgen ließen wir es dafür ganz entspannt angehen. Wir frühstückten auf der Terrasse, genossen die Aussicht und planten ein wenig unseren Tag. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Burg von Berat. Schon am Morgen zeigte das Thermometer 31 Grad und natürlich führte der Weg zur Burg ordentlich bergauf.
Oben angekommen spazierten wir durch die Anlage und wurden mit tollen Ausblicken über Berat und die umliegende Landschaft belohnt. Danach ging es wieder hinunter in die Stadt und über eine der Brücken auf die andere Flussseite. Dort suchten wir uns etwas weiter oben einen Platz mit Blick auf die Stadt und legten bei einem Kaffee erstmal eine wohlverdiente Pause ein.
Anschließend liefen wir hinunter nach Gorica und durch die kleinen, verwinkelten Gassen des alten Viertels. Über eine weitere Brücke wechselten wir wieder die Flussseite und erkundeten die Gassen der Altstadt.
Berat wird nicht umsonst die „Stadt der tausend Fenster“ genannt – doch eines dieser Fenster war für uns besonders interessant: ein kleines Weinfenster mitten in der Altstadt. Es war so unscheinbar, dass wir beim ersten Mal glatt daran vorbeiliefen. Beim zweiten Versuch fanden wir es dann endlich. Das Fenster befand sich ungefähr auf Knie- beziehungsweise Schienbeinhöhe und da lag eine kleine Glocke.
Natürlich mussten wir klingeln. Ein paar Minuten später kam tatsächlich jemand hinter das kleine Fenster und wir konnten unseren Wein bestellen. Mit unseren Gläsern setzten wir uns anschließend einfach in die Gasse und genossen diesen Moment.
Danach machten wir uns langsam wieder auf den Weg nach oben zu unserer Unterkunft und zum Auto. Unterwegs begegneten uns immer wieder Straßenhunde, von denen es in Albanien leider sehr viele gibt. Einer davon hatte in einem Beet ein Loch gegraben, in dem seine winzigen Welpen lagen. Die Kleinen waren so unglaublich süß, dass ich sie am liebsten direkt alle eingepackt und mitgenommen hätte.
Bevor wir endgültig zurück zum Auto gingen, machten wir noch einen kleinen Supermarkt-Stopp. Baguette, Dip und Wasser wurden kurzerhand gekauft und direkt draußen auf den Stufen gegessen.
Zurück am Auto hieß es dann Abschied nehmen von Berat. Vor uns lagen noch einmal rund drei Stunden Fahrt Richtung Süden. Die Strecke verlief größtenteils ziemlich entspannt und auch die Straßen waren überraschend gut. Erst in der letzten halben Stunde änderte sich das: Die Straßen wurden deutlich schlechter und vor allem immer kurviger.
Als wir schließlich in die Straße einbogen, in der sich unser Hotel befinden sollte, waren wir erstmal etwas skeptisch. Um uns herum sahen wir eigentlich nur Baustellen und so richtig nach Hotel sah hier gar nichts aus. Ganz am Ende der Straße entdeckten wir dann aber doch ein Tor. Ein Mann öffnete uns und dahinter kam plötzlich ein richtig schönes Hotelgelände mit Pool zum Vorschein.
Bei demselben Mann checkten wir ein, brachten unsere Sachen schnell aufs Zimmer und machten uns direkt wieder auf den Weg in die Stadt, um einzukaufen. Einen Parkplatz zu finden, stellte sich allerdings als gar nicht so einfach heraus. Also setzte Jonas uns kurzerhand vor dem Supermarkt ab und kurvte währenddessen weiter durch die Gegend.
Der Supermarkt selbst war winzig, dafür aber komplett vollgestopft mit Menschen und Produkten. Auch die Preise waren überraschend hoch, weshalb wir uns wirklich nur mit dem Nötigsten für Abendessen und Frühstück eindeckten.
Direkt neben dem Laden entdeckten wir eine Pizzeria und beschlossen spontan, uns dort Pizzen zum Mitnehmen zu bestellen. Während wir darauf warteten, gingen wir zurück zum Auto, um schon einmal die Einkäufe wegzubringen. Und natürlich stand Jonas ausgerechnet vor einer anderen Pizzeria, die nicht nur deutlich gemütlicher aussah, sondern auch noch günstiger war. Naja – unsere Pizzen waren zu diesem Zeitpunkt schon bestellt und bezahlt. Vielleicht schaffen wir es die nächsten Tage ja noch einmal hierher.
Zurück im Hotel verstauten wir unsere Sachen und machten es uns mit den Pizzen und der tollen Aussicht gemütlich. Danach ging es noch eine Runde in den Pool – der perfekte Abschluss nach einem langen und abwechslungsreichen Tag.
















