Gestern hieß es Abschied nehmen von Himara und wir machten uns auf den Weg Richtung Saranda. Natürlich sollte es aber keine direkte Fahrt werden, denn unterwegs legten wir noch einen Stopp an einem Strand ein.
Diesmal war alles erstaunlich unkompliziert: Direkt vor dem Strand gab es einen großen kostenlosen Parkplatz und obwohl im vorderen Bereich einige Sonnenliegen standen, mussten wir nur ein paar hundert Meter weiterlaufen und hatten dort einen riesigen Strandabschnitt fast komplett für uns allein.
Also machten wir das, was wir mittlerweile wohl am besten können: entspannen, schwimmen und schnorcheln. Diesmal durfte außerdem die Drohne endlich wieder in die Luft und wir machten einige richtig coole Aufnahmen von der Küste und dem Meer.
Am frühen Nachmittag packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren das letzte Stück Richtung Saranda. Unterwegs entdeckte Lukas aus dem Fenster ein kleines Café mit einer richtig schönen Aussicht. Kurzerhand hielten wir an und gönnten uns mit Blick auf die Landschaft einen Kaffee beziehungsweise ein paar Softdrinks.
Danach ging es weiter zu unserem Hotel in Saranda, wo wir eincheckten und unsere Sachen abstellten. Für den Abend suchten wir uns ein Restaurant aus, das etwa eine halbe Stunde zu Fuß entfernt lag.
Kurz bevor wir dort ankamen, blieben wir allerdings erstmal stehen und schauten uns etwas skeptisch an: Im Restaurant saß absolut niemand. Andererseits waren wir auf dem Weg bereits an ziemlich vielen Restaurants vorbeigekommen, die ebenfalls leer oder nur sehr schwach besucht waren. Also gaben wir dem Ganzen eine Chance.
Und das war auch völlig in Ordnung. Das Essen war lecker und besonders der Wein, den wir in einem ziemlich großzügig gefüllten Glas bekamen, schmeckte richtig gut. Danach ging es den steinigen Weg wieder hinauf zu unserem Hotel.
Heute Morgen starteten wir mit dem Frühstücksbuffet im Hotel in den Tag, das wirklich sehr lecker war. Anschließend packten wir unsere Strandsachen und fuhren mit dem Auto zu einer weiteren Bucht.
Auch diesmal war der Weg vom Parkplatz zum Wasser angenehm kurz. Die Bucht selbst konnte mit unseren bisherigen Stränden allerdings nicht wirklich mithalten. Die großen Steine machten das Liegen ziemlich unbequem und auch beim Schnorcheln hatte das Wasser deutlich weniger zu bieten als die traumhaften Buchten der vergangenen Tage.
Am Nachmittag zog sich der Himmel immer weiter zu und irgendwann hörten wir in der Ferne bereits den ersten Donner. Also packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren zurück zum Hotel.
Dort machten wir uns schnell fertig und machten uns anschließend auf den Weg hinauf zur Burg oberhalb von Saranda. Von dort soll man einen wunderschönen Blick über die Stadt und das Meer haben. Oben angekommen liefen wir ein wenig herum, doch schon bald fing es an zu regnen. Gleichzeitig waren die Wolken mittlerweile so dicht, dass wir eigentlich nicht mehr daran glaubten, noch etwas vom Sonnenuntergang zu sehen.
Also gingen wir zurück zum Auto und fuhren schon einmal ein Stück den Berg hinunter. Besonders weit kamen wir allerdings nicht, denn eine Ebene tiefer entdeckten wir einen weiteren Parkplatz. Kurzerhand beschlossen wir, einfach dort stehen zu bleiben, es uns im Auto gemütlich zu machen und abzuwarten.
Und das Warten hat sich gelohnt.
Irgendwann riss der Himmel tatsächlich wieder auf und plötzlich färbte sich alles in wunderschönen Sonnenuntergangsfarben. Also raus aus dem Auto und noch schnell den kleinen Weg Richtung Leuchtturm entlang. Von dort konnten wir schließlich doch noch einen richtig schönen Sonnenuntergang über Saranda genießen.
Anschließend fuhren wir zu einem Restaurant und gönnten uns ein richtig leckeres albanisches Abendessen. Wir bekamen einen Tisch draußen, aber geschützt unter einem Dach – und direkt auf der Bank neben uns lagen zwei unglaublich süße Babykatzen. Bessere Tischnachbarn hätten wir wohl kaum bekommen können.
Nach dem Essen ging es noch hinunter zur Promenade. Wir schlenderten an den verschiedenen kleinen Ständen entlang und fanden direkt noch zwei schöne Erinnerungen an Albanien: ein handgemaltes Aquarellbild und für mich eine Kette.
Wir spazierten noch bis zum Riesenrad, bevor wir uns schließlich wieder auf den Rückweg zum Hotel machten. Damit endete unser erster voller Tag in Saranda doch noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, leckerem albanischen Essen und einem entspannten Abend an der Promenade.



























