Am Dienstagmorgen gingen wir noch einmal zu den Felsen in Smögen, bevor wir uns etappenweise auf den Weg Richtung Norden machten. Den Tag teilten wir immer wieder zwischen Arbeiten und Fahren auf. Am späten Abend erreichten wir schließlich einen kostenlosen Stellplatz direkt an einem See. Dort passte zwar nur ein Fahrzeug hin, aber zu unserem Glück waren wir die einzigen und konnten die ruhige Nacht genießen.
Am nächsten Morgen fuhren wir nur ein paar Minuten weiter in einen kleinen Ort, tankten und holten uns frische Zimtschnecken zum Frühstück. Anschließend ging es weiter zu einem anderen See. Dort standen bereits zwei Camper aus der Schweiz, die beide einen unglaublich süßen Hund dabeihatten – da mussten natürlich erst einmal ausgiebige Streicheleinheiten verteilt werden.
Am Donnerstag ließen wir uns Zeit, denn der sonnige Morgen am See war einfach zu schön, um sofort weiterzufahren. Auf dem Weg Richtung Norwegen begegneten uns immer wieder Tiere – Elche, Hasen, Rehe und sogar ein Fuchs kreuzten unseren Weg oder standen am Straßenrand.
Später erreichten wir den Polarkreis und fuhren anschließend noch etwa zwei Stunden bis nach Norwegen. Dort merkten wir direkt, wie beliebt die Gegend ist: Unser geplanter Stellplatz war komplett überfüllt. Da wir erst gegen 23 Uhr ankamen, fuhren wir noch ein Stück weiter und fanden schließlich einen ruhigen Schotterplatz am Waldrand mit wunderschönem Blick in die Natur.
Am nächsten Morgen arbeiteten wir zunächst dort, bevor wir mittags noch einkaufen und tanken gingen und anschließend zum Fährterminal fuhren. Die Überfahrt auf die Lofoten verlief problemlos, auch wenn es an Bord ziemlich voll und zwischendurch etwas schaukelig war. Wir teilten uns einen Tisch mit einem anderen deutschen Paar und erreichten gegen 19:30 Uhr unser Ziel.
Für die erste Nacht auf den Lofoten hatten wir einen Campingplatz direkt neben dem Fähranleger gebucht – nach den letzten Tagen freuten wir uns besonders auf eine warme Dusche. Doch vorher stand noch eine Nachtwanderung auf dem Plan.
Als wir losgehen wollten, begann es plötzlich in Strömen zu regnen. Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns trotzdem dafür und machten uns in voller Regenkleidung auf den Weg. Zum Glück hörte der Regen schon nach etwa einer halben Stunde wieder auf und wir liefen fast alleine an der Küste entlang bis zum Start des Reinebringen.
Von dort warteten 1.980 Treppenstufen auf uns. Der Aufstieg war teilweise ziemlich anstrengend, aber nach etwa einer Stunde und zehn Minuten standen wir oben. Eigentlich sollte man von dort einen spektakulären Blick über Reine haben, doch die Wolken hingen tief in den Bergen. Immer wieder rissen sie zwar kurz auf und gaben den Blick auf die Bucht frei, doch das perfekte Panorama blieb uns zunächst verwehrt.
Während wir etwa eine Stunde auf besseres Wetter warteten, trafen wir ein weiteres Paar auf dem Gipfel. Zuvor waren uns unterwegs nur ein älteres Paar und ein Mann aus Estland begegnet, der im Sommer auf den Lofoten arbeitet und den Aufstieg kurzerhand als seinen „After-Work-Spaziergang“ bezeichnete – mit nichts weiter als einer Dose Red Bull im Gepäck.
Mit dem anderen Paar kamen wir zunächst auf Englisch ins Gespräch, bis wir feststellten, dass wir alle aus Deutschland kommen. Die beiden aus Bayern waren super sympathisch und wir traten gemeinsam den Abstieg an. Sie übernachteten allerdings auf einem freien Stellplatz, während wir zurück zu unserem Campingplatz liefen.
Dort wartete endlich die ersehnte heiße Dusche auf uns. Gegen 1:30 Uhr fielen wir schließlich ins Bett – und trotzdem war es draußen immer noch erstaunlich hell. Kein Sonnenlicht mehr, aber durch die Mitternachtssonne wurde es einfach nicht richtig dunkel.
Heute Morgen frühstücken wir erst einmal ganz entspannt. Ab und zu zeigt sich sogar die Sonne – vielleicht haben wir heute ja etwas mehr Glück mit dem Wetter.






































