Gestern konnten wir endlich mal etwas ausschlafen. Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns direkt auf den Weg zu unserer Wanderung zum Ryten mit Blick auf den Kvalvika Beach. Eigentlich wollten wir auf einem Parkplatz starten, auf dem man auch übernachten konnte. Vor Ort wurde uns allerdings mitgeteilt, dass dort kein Platz mehr für Wohnmobile frei sei. Also fuhren wir noch ein bis zwei Kilometer weiter zu einem Schotterparkplatz, auf dem man ganz unkompliziert über ein Briefkastensystem bezahlte.
Von dort startete unsere Wanderung. Die Tour vom Vortag steckte uns noch ordentlich in den Beinen, weshalb der Aufstieg zunächst etwas schwerfiel. Gleich zu Beginn führte der Weg durch ein sehr matschiges Stück mit Holzplanken. Eine davon erwischte ich allerdings etwas zu schwungvoll – sie sank in die Pfütze ein und mein Schuh war direkt zu Beginn komplett nass.
Als wir den eigentlichen Wanderweg erreichten, zeigte sich immer häufiger die Sonne. Schnell verschwanden fast alle Kleidungsschichten im Rucksack, denn plötzlich wurde es richtig warm. Im Gegensatz zum Reinebringen am Vorabend waren wir diesmal mittags unterwegs – dementsprechend war deutlich mehr los. Trotzdem verlief alles entspannt und man musste nur hin und wieder kurz warten.
Die Wanderung war wunderschön. Immer wieder boten sich traumhafte Ausblicke auf die Berge, Seen und die weißen Strände der Lofoten. Direkt am Anfang hatten wir zwar ein Schild gesehen, dass der Weg wegen Helikopterarbeiten gesperrt sei. Andere Wanderer versicherten uns aber, dass der Pfad trotzdem geöffnet sei. Tatsächlich flog während der Wanderung ständig ein Helikopter über uns hinweg und transportierte Steine für die Bauarbeiten – ziemlich beeindruckend anzusehen.
Oben angekommen erwartete uns zunächst das gewohnte Bild: viel Wind und leider wieder keine Aussicht wegen der tiefhängenden Wolken. Also suchten wir uns erstmal ein windgeschütztes Plätzchen und aßen unsere Sandwiches. Und dann passierte das, worauf wir gehofft hatten: Die Wolken rissen plötzlich auf und gaben den Blick auf die Berglandschaft und den traumhaften Kvalvika Beach frei. Natürlich nutzten wir den Moment sofort für viele Fotos.
Als wir den Abstieg begannen, zog es zunächst wieder zu. Ein paar hundert Meter später öffnete sich der Himmel aber noch einmal und wir konnten weitere schöne Bilder machen. Kurz darauf wurde der Abstieg dann noch einmal spannend: Jonas’ Beine wollten plötzlich nicht mehr mitspielen, knickten weg und er rutschte ein paar Meter den Hang hinunter. Zum Glück konnte ich ihn mit meinem Bein stoppen. Nachdem klar war, dass nichts passiert war, mussten wir beide erst einmal laut lachen.
Zurück am Camper entspannten wir noch eine Weile und kochten uns anschließend etwas Leckeres zum Abendessen.
Heute Morgen machten wir uns wieder relativ früh auf den Weg zu einem der schönsten Strände der Lofoten. Bei Sonnenschein soll das Wasser dort fast karibisch türkis leuchten und der Strand strahlend weiß sein. Ganz so viel Glück mit dem Wetter hatten wir zwar nicht, trotzdem war der Strand wunderschön. Mit Picknickdecke, Laybag, Kuscheldecke und einer Tasse Tee verbrachten wir dort ein paar entspannte Stunden – unsere Beine hätten eine weitere große Wanderung ohnehin nicht mitgemacht.
Am frühen Abend fuhren wir noch weiter nach Nusfjord. Das alte Fischerdorf kostet tagsüber Eintritt, nach 17 Uhr darf man es jedoch kostenlos besuchen. Also stellten wir den Camper an der Straße ab – dort wollten wir später auch übernachten – und spazierten durch den kleinen Ort. Die roten Fischerhäuser auf Stelzen waren wirklich schön anzusehen, aber dafür Eintritt zu zahlen wäre es nicht wert.
Danach ging es zurück zum Camper. Bei einem Glas Wein planten wir noch unsere nächsten Tage auf den Lofoten und ließen den Abend gemütlich ausklingen.















































