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Über den Wolken der Lofoten

13.07.Montag, 2026
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Heute haben wir den Tag zunächst ganz entspannt an unserem Stellplatz in der Bucht vor Nusfjord verbracht und von dort aus gearbeitet. Nach Feierabend ging es dann weiter zum Parkplatz am Offersøykammen, von wo aus unsere nächste Wanderung startete.

Das Wetter war den ganzen Tag über ziemlich bewölkt und schon vom Parkplatz aus war die Bergspitze nicht zu sehen. Trotzdem entschieden wir uns, den Aufstieg zu wagen. Rund 500 Höhenmeter lagen vor uns.

Etwa nach einem Drittel der Strecke wurden wir bereits mit einem wunderschönen Ausblick belohnt: Ein Bergsee, dahinter das Meer und die umliegenden Berge – dazu ließ sich sogar immer wieder kurz die Sonne blicken. Natürlich packten wir direkt die Drohne aus und machten die ersten Aufnahmen.

Je höher wir kamen, desto nebliger wurde es. Im letzten Drittel der Wanderung liefen wir schließlich mitten durch die Wolken. Es war sehr windig und zeitweise konnte man kaum ein paar Meter weit sehen.

Doch genau das machte die Wanderung am Ende so besonders. Als Jonas gerade einen Proteinriegel aus seinem Rucksack holen wollte, rief ich plötzlich: „Guck mal!“ Für wenige Sekunden rissen die Wolken auf und gaben den Blick auf die beeindruckende Landschaft frei. Dieses Schauspiel wiederholte sich mehrmals – immer nur für einen kurzen Moment, aber jedes Mal aufs Neue atemberaubend.

Während wir oben die Aussicht genossen, kamen noch zwei andere Wanderer dazu. Sie waren überrascht, überhaupt jemanden auf dem Gipfel anzutreffen. Nach einem kurzen Gespräch machten sie sich wieder an den Abstieg, während wir noch knapp eine Stunde dort oben blieben und auf weitere Wolkenlücken hofften.

Der Rückweg ging deutlich schneller. Bisschen weiter unten machten wir erst einmal Pause und aßen unsere Sandwiches – oben wäre das wegen des starken Winds kaum möglich gewesen. Ganz ohne kleine Zwischenfälle verlief der Abstieg allerdings nicht: Auf den steilen, steinigen Passagen rutschte ich mehrmals aus und landete auf dem Boden. Zum Glück blieb es bei ein paar dreckigen Klamotten.

Zurück am Camper machten wir noch einen kleinen Umweg, um ihn etwas auf Vordermann zu bringen. Anschließend begann die Suche nach einem Übernachtungsplatz – allerdings zunächst erfolglos. Schließlich fuhren wir wieder zurück in den Ort, aus dem wir gekommen waren, und stellten uns auf einen großen Parkplatz direkt an der Straße. Ganz ruhig ist es dort zwar nicht, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.

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